F&E Leitkonferenz 2016

24.06.2016 - 24.06.2016BMW Welt, München

Über die Veranstaltung

Ein Thema, mit dem sich Entwicklungsvorstände und Technische Geschäftsführer ebenso auseinandersetzen müssen, wie Verantwortliche für FuE und Entwicklungsprogramme, für Veränderungs- oder Innovationsprogramme. Niemand kann in die Zukunft schauen, doch es gibt Trends, Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten. Werfen Sie gemeinsam mit Kollegen aus verschiedenen Hochtechnologiebranchen einen Blick auf die heutige Produktentwicklung im Spiegel künftiger Anforderungen.

F&E Leitkonferenz 2017_Impressionen

Die Zeit zum Handeln ist jetzt!
Die Digitalisierung verändert auch die Welt der F&E – schneller und nachhaltiger als wir glauben. Viele Dinge, die in fünf Jahren Fakt sein werden, sind aktuell noch gar nicht zu erkennen. Gemeinsam mit F&E Entscheidern unterschiedlicher Branchen diskutierten wir einen Tag lang intensiv die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von Produkten für die Produktentwicklung 2021. Vorträge hochkarätiger Referenten, Diskussionen und persönliche Gespräche lieferten wertvolle Erkenntnisse und Impulse.

Dabei hat die F&E Leitkonferenz 2016 10 Key Takeaways aufgezeigt, auf die es jetzt ankommt:

  1. Durchgängiges Kundenerlebnis im Zentrum
    Kundenbedürfnisse müssen erkannt, verstanden und ins Zentrum der Überlegungen gestellt werden, um in der neuen digitalen Welt erfolgreich zu sein. Hier werden verschiedene Ansätze verfolgt, z. B. Transparenz zu digitalen Lebenswelten der Kunden über Customer Journeys, Kundenintegration inden Entwicklungsprozess und frühes Kundenfeedback
  2. Kampf um die Kundenschnittstelle
    Die traditionelle Kundenschnittstelle „Produkt“ verschiebt sich. Der Kunde zahlt in Zukunft für Applikationen und Features, wodurch Software zunehmenden Wert erlangt. Der Markenwert der „Old Economy“ wird sich verschieben. Der Trend geht Richtung Pay-per-Use. Das Produkt als Kundenmehrwert, der individuell besessen wird, wird zum Auslaufmodell. Kundenbindung erfolgt zunehmend über durchgängige Ökosysteme über verschiedene Produkte und Leistungen hinweg.
  3. Das Ökosystem verändert sich
    Neue Player tauchen schnell und aggressiv auf dem Markt auf, ehemalige Partner werden zu neuen Wettbewerbern und bisherige Wettbewerber
    können zu Kooperationspartnern werden. Die digitale Transformation vollzieht sich nicht nur in den Unternehmen, sondern im gesamten Markt. Dieser Wandel des Ökosystems stellt Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen was z. B. ihre Kooperationsstrategien betrifft.
  4. Old und Digital Economy lernen voneinander
    Beide Seiten sehen sich aktuell Herausforderungen der Transformation ausgesetzt. In der alten Welt verschieben sich Erfolgsmuster, während sich die neue Welt teilweise an die alte Welt anpassen muss. So liegt z. B. die zukünftige Rolle der Zuliefererindustrie in ihrem System-Know-how. Auf diesen Wissensvorsprung kann die Digital Economy nicht ohne weiteres aufsetzen und muss dies anderweitig ausgleichen.
  5. Schnellere Produktentwicklung mit „Continuous Delivery“
    Die digitale Transformation verlangt eine schnellere, agile Produktentwicklung mit „Continuous Delivery“ und synchronisierten Abläufen. Da sich die Lebenszyklen ebenfalls verkürzen, ist eine verkürzte Time-to-Market ein wichtiger Erfolgsfaktor, den es in die Produktentwicklung zu integrieren gilt.
  6. Big Data als Enabler für Mehrwertgenerierung
    Smarte Sensoren, vernetzte Endgeräte und Cloud-of-Clouds-Anwendungen bieten die technische Voraussetzung für Big Data, die Explosion der Sensoren bringt eine Explosion der Daten und Endgeräte mit sich. Trotz Datenflut entbrennt ein Kampf um die Daten und Informationen. Ist der „Kampf um die Daten“ gewonnen, folgt die nächste Herausforderung – aus den Daten und Informationen kundenmehrwertige Features und Applikationen zu entwickeln.
  7. Die Digitalisierung erfolgt in Wellen
    Die Digitalisierung der Produkte erfolgt in Wellen. Dabei sind die ersten Meilensteine bereits geschafft: Mit smarten Sensoren und Algorithmen sind heute bereits Produkte digitalisiert und vernetzt. Der weitere Weg in Richtung Digitalisierung unterliegt jedoch Restriktionen, sowohl technischer als auch organisatorischer Natur. So müssen z. B. Fahrzeuge mithilfe von weiteren Datenquellen und prädiktiver Analyse zunächst lernen, „um die Kurve zu schauen“, um vollautonom fahren zu können.
  8. Systemübergreifende Architekturen,die mitwachsen
    Systemarchitekturen, die, einmal aufgesetzt, über längere Zeit ohne signifi kante Änderungen Bestand haben, gehören der Vergangenheit an. Die neuen, digitalen Systemarchitekturen müssen systemübergreifend, modular anpassbar und erweiterbar sein. Die Struktur muss ein Mitwachsen der Architektur ermöglichen und gestützt über Schnittstellenstandards jedes Endgerät integrieren.
  9. Think like a start-up, act like a grown-up
    Innerhalb der Organisationen muss ein Wandel im Mindset stattfi nden, um die digitale Transformation zu schaffen. Durch die Digitalisierung
    ändert sich die Art des Arbeitens, Arbeit „entgrenzt“ zunehmend und die Herausforderungen an die Führungskräfte liegen darin, trotz Wandel einen stabilen Rahmen für die Mitarbeiter zu schaffen und Kombinations-Kow-how richtig anzuwenden.
  10. Connectivity-based Development ermöglicht „always on“
    Datenbasierte, vernetzte Entwicklung bietet Kundenmehrwert in verschiedenen Phasen des Lebenszyklus. So kann z. B. bereits vor dem SOP durch die Datenrückgewinnung aus den vernetzten Produkten ein individuelles Kundenprofil mit angepassten Spezifikationen erstellt werden. Des weiteren erlauben vernetzte Produkte Feldanalysen und Software-Updates „over the air“ nach dem SOP.