Konzeption und Aufbau der MTU Innovation Engine

Wolfgang Pichler

Mithilfe der methodischen und inhaltlichen Unterstützung von 3DSE, haben wir ein einzigartiges Innovationsmanagement-System entwickelt, das bestens an die Anforderungen und Bedürfnisse der MTU angepasst ist.

 

Wolfgang Pichler, Leiter Unternehmensstrategie,
MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines AG ist mit rund 9.000 Mitarbeitern der führende deutsche Triebwerkshersteller und weltweit etabliert. Das Unternehmen hatte 2017 das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte und erzielte neue Umsatz- und Ergebnisrekorde. Um an diesen Erfolg anzuknüpfen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen, steht MTU vor der Herausforderung, ihr Kerngeschäft mit innovativen Produkten, Prozessen, Services und Geschäftsmodellen weiter auszubauen. „Es geht darum, dass wir unseren starken Wachstumskurs auch künftig fortsetzen“, sagt Wolfgang Pichler, Leiter Unternehmensstrategie. „Dabei hilft uns ab sofort die Innovation Engine.“

Um diese Herausforderung zu meistern, unterstützte die 3DSE methodisch und inhaltlich bei der Entwicklung der „MTU Innovation Engine“, dem neuen MTU Innovationsmanagement. Durch die Einbeziehung eines aus unterschiedlichsten Abteilungen und Standorten bestehenden MTU-Teams, wurde sichergestellt, dass die internen Disziplinen auch künftig optimal miteinander verknüpft sind und das Innovationsmanagement an die Anforderungen und Bedürfnisse der MTU angepasst ist. Die zahlreichen Konzepte für das neue Innovationsmanagement-System wurden dabei bereits mit Methoden erarbeitet, welche nun in der „MTU Innovation Engine“ zur Anwendung kommen.

So wie ein Motor etwas antreibt, indem er stets dieselben Prozesse vollzieht, unterliegt auch das final ausgewählte Konzept der „Innovation Engine“ einem festen, strukturierten Prozess. Dieser besteht aus drei Phasen: Awareness, Ideation und Prototyping.

In der „Awareness Phase“ werden relevante Trends und radikale Ideen von außen frühzeitig erkannt und aufgenommen, mit dem Ziel, Innovationen noch schneller und flexibler voranzutreiben. Interne und externe Scouts sondieren hierzu permanent die MTU- sowie die Außenwelt und spüren neue Trends, Technologien, Ideen und Start-ups auf. Zur Fokussierung auf jene Themen, die der MTU langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können, werden auf Basis des Scoutings jedes Jahr Innovationsfelder definiert.
In der „Ideation Phase“ werden Ideen für die ausgewählten Innovationsfelder über interne „Ideation Challenges“ gesammelt, zu denen Mitarbeiter Ideen einreichen können. Die besten Ideen werden im Rahmen eines Pitch Events präsentiert. Im Anschluss werden in einer „Innovation Cell“ die Ideen durch interdisziplinär besetzte Teams zu möglichen Handlungsoptionen weiterentwickelt.
In der „Prototyping Phase“ sollen dann in kurzer Zeit Mock-ups und Demonstratoren entwickelt werden, um die erarbeiteten Handlungsoptionen in kurzen Iterationszyklen schnell zu validieren. Die innovativen Produktkonzepte, Services, Geschäftsmodelle oder Prozesse werden anschließend nach Möglichkeit bis zur Serienreife gebracht oder in anderen internen Entwicklungsprozessen in Richtung Anwendung getrieben.

Die „Innovation Engine“ ist dabei so konzipiert, dass sie sich wechselnden internen Anforderungen und Rahmenbedingungen anpassen kann. Nach dem Aufbau der Innovation Engine kann diese beispielsweise über die Anzahl der Innovationsfelder und Projekte in Ihrer Größe nach Bedarf skaliert werden. Darüber hinaus ist es möglich weitere „Features“ wie Venture Capital Funding oder Open Innovation Ansätze zu ergänzen.

Die „Innovation Engine“ wird von einem „Inno Team“ angetrieben, das für einen reibungslosen Ablauf sowie die Integration und Kommunikation in die MTU sorgt. Dieses stellt auch sicher, dass die richtigen internen Disziplinen zusammengebracht werden und so finanzielle und personelle Ressourcen gebündelt und auf die priorisierten Innovationsfelder gelenkt werden. Ein weiterer gewünschter Effekt der Innovation Engine ist, dass sie die Innovationskultur stärkt, interne und externe Zusammenarbeit fördert und neue Arbeitsweisen und Organisationsformen erprobt. Dabei werden alle Mitarbeiter der MTU eingebunden.

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